ANKER LICHTEN, LEINEN LOS!

Vor genau einem Jahr war es soweit: Ich hatte genug. Genug davon, vor einem übervollen Kleiderschrank zu stehen und doch nichts zum Anziehen zu finden.

Jetzt sollte ich auch noch für eine 14-tägige Kreuzfahrt durch verschiedenste Klimazonen packen. Einmal ums Kap Horn sollte es gehen – von der Hitze in Rio de Janeiro in die Kälte zu den Falkland-Inseln und weiter zum Hafen im schwül-heißen Valparaiso.

SCHLUSS, AUS, BASTA!

Ganz nach der KonMari-Methode aus Marie Kondos Buch „The Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ hieß es in der ersten Phase: Alles muss raus! Der Kleiderschrank wurde komplett entleert und das Schrankinnenleben gereinigt. Bewaffnet mit einheitlichen Kleiderbügeln, Aufbewahrungsboxen in allen Größen und Duftsäckchen ging es nun ans Einräumen. Doch nur absolute Lieblingsteil bekamen ein Ticket zurück ins Paradies.

Folgende Fragen galt es zu bestehen:

>>>Ist es fleckig, löchrig oder total ausgebleicht = Weg damit!

>>>Ist es in Ordnung, bereitet mir zwar keine rechte Freude, ist aber noch gut genug um es „nur Zuhause“ zu tragen = Weg damit!

>>>Hängt das Etikett noch dran oder liegt es schon seit über einem Jahr unbeachtet im Schrank? = Weg damit!

>>>Bereitet es mir Freude, aber es ist mir zu groß, zu klein, zu kurz, zu lang? = Weg damit!

Gut ein Drittel wäre damit unverzüglich eliminiert. Nur Teile die in ordentlichem Zustand sind und mir Freude bereiten dürfen bleiben.

SCHWARZ VS. ELFENBEINTEINT 

In der zweiten Phase stellte ich mir selbst eine ungeheuer wichtige Frage: Passt die Farbe zu meinem Typ? In meinem Fall hieß das beispielsweise: Alles in der Farbe Schwarz muss raus! Auch wenn der Schnitt noch so gut passt, Schwarz ist Schwarz, also weg damit!

Für ganze vier (!) blaue Einkaufstaschen (aus dem schwedischen Möbelhaus) voll Kleidung hieß es: Goodbye. Die Sachen würden beim Altkleiderrecycling eine zweite Chance bekommen – wie beruhigend.

KOFFERPACKEN MIT KÖPFCHEN

Diesmal legte ich nicht wahllos T-Shirts, Pullover und Hosen in den Koffer, sondern ich begann zuerst Outfits zusammenzulegen. T-Shirt X und Pulli Y passen zu Hose A, Hose A passt auch zur Weste Z, Weste Z passt auch zum Kleid C, usw.  – ein jedes Teil musste zumindest für drei Outfits passen, sonst hieß es: Ich habe heute kein Ticket für dich!

Kurz und gut, eines kann ich euch sagen: Das war die beste Reise meines Lebens. Großartiges Essen, Ausflüge in beeindruckende Städte und freilebende Pinguinen (echte, freilebende Pinguine nur wenige Schritte entfernt vor mir!!!).

Aber allen voran war meine neue Morgenroutine: Zum Kleiderschrank, sich an lauter Lieblingsteilen erfreuen, eines davon auswählen und sofort etwas Passendes zum Kombinieren finden, anziehen, fertig! Eine Sache von 5 Minuten – mein neuer Rekord!

Was für eine unglaubliche Erleichterung, Befreiung, Entspannung.

Das war der Urknall der Idee zur Kapsel-Kollektion. Ich legte mein Skizzenbuch kaum noch aus der Hand, denn ich sprudelte vor Ideen. Was aus diesem Konzept noch alles werden könnte…

FRAGEN ÜBER FRAGEN

Ihr wollt wissen >>>

>>> wie es weitergegangen ist? Was in diesem Jahr alles passiert ist – von den ersten Entwürfen bis zur fertigen Kollektion?

Ihr fragt euch welche Auswirkungen die Kapsel-Kollektion auf euer Leben haben wird – ihr werdet erfahren >>>

>>> wieso nun mit dem Graue-Maus-Dasein Schluss ist.

>>> was Freud mit Mode am Hut hat.

>>> warum der gesichtslose, graue Hosenanzug Schuld an der fehlenden Beförderung ist.

>>> wieso ein 50 Euro-Shirt billiger als ein 5-Euro-Shirt ist.

>>> woher die Löcher in eurer Kleidung wirklich kommen.

>>> welche Geheimtipps euch helfen, damit eure Lieblingskleidung länger hält.

IMMER WIEDER FREITAGS

Fragen über Fragen … ab nächsten Freitag gibt es regelmäßig Antworten auf diese und viele andere Fragen. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, tragt euch am besten gleich für den Newsletter ein.

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